Fischerverein Schmeiental e.V.
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Fischerverein Schmeiental e.V.

Unser Gewässer - Die Schmeie

Die Schmeie hat eine Gesamtlänge von rund 38 km und durchfließt Bereiche von Württemberg sowie Hohenzollern. Im Württembergischen wird der Bach Schmicha, im Hohenzollerischen trägt der Bach seit jeher den Namen Schmeie. Im Film über das wildromantische Schmeiental von Wolfgang Born (Straßberg) wird  angeführt, dass das Wort Schmicha vom Anschmiegen des Baches an die Felswände stammt. Eine vielerorts sehr zutreffende und somit sehr plausibel erscheindende, nachvollziehbare Ableitung. Der durch uns in der zweiten Periode gepachtete Abschnitt der Schmeie hat eine Länge von 9135 m bei einer Wasserfläche von rund 5,5 ha und erstreckt sich über die Gemarkungen der beiden Sigmaringer Gemeinden:

Oberschmeien

Unterschmeien

Der Pachtabschnitt beginnt an der Gemarkungsgrenze der Gemeinden Storzingen und Oberschmeien und endet Flußabwärts im Oberen Donautal, wo die Schmeie unterhalb des Viaduktes in die Donau fließt. Das Schmeiental gehört somit zum Donaueinzugsgebiet. Nach den Maßstäben der Ökologie war die Schmeie mit Beginn der Wiederbelebung der Industrie um etwa 1950 bis vor rund 20 Jahren eine Katastrophe. Vor diesem Hintergrund bestand eine "Fischverzehrwarnung für die Schmeie". Dies lag in erster Linie an der seinerzeit (flußaufwärts) im Raum Albstadt etablierten Textilindustrie, welche ihre Industrieabwässern bis zur Mitte der 1990er Jahre nur bedingt gereinigt in die Schmeie einleitete. Dieser Zustand hat sich mit der Installation einer zusätzlichen Abwasserbehandlung - einer Adsorptions-Flockungs-Filtrationsanlage -  in der Kläranlage Albstadt grundlegend geändert. In der Folge verbesserte sich die Wasserqualität zunehmend. Nach Abschluß der Optimierungsphase des Klärwerk Albstadt gab das Regierungspräsidium Tübingen die Schmeie ab dem 01.04.1996 zur Verpachtung frei. Heute verfügt die Schmeie im Bereich der Gemeinden Unter- und  Oberschmeien über Gewässergüte der Klasse 2; in manchen Abschnitten zztl. sogar Gewässergüte 1-2. Die ScPegel Unterschmeien - Foto Gunter Aipperspachhmeie zählt zur Forellen- sowie zur Äschenregion. Nicht nur Angehörige unseres Fischervereins erfreuen sich an unserem Bach. In unserem Fokus steht nicht nur der Bach selbst sondern die gesamte (Kultur-)Landschaft des Schmeientals. Erholungssuchende begegnen im Schmeintal an vielen Orten einer intakten, abwechlungsreichen wie auch atemberaubend schönen Landschaft und Natur. Aktuelle Abflußdaten sowie Stammdaten des Pegel können über die Hochwasserzentrale Baden-Württemberg abgerufen werden. (Hinweis: Pegel muss manuell eingegeben werden!). Angaben zum Pegel:
Niedrigster Wasserstand der Jahre 1982-2003: 0.08m (09.10.1983)
Niedrigster Abfluss der Jahre 1982-2003: 0.23m³/s (21.09.2003)
Mittelwert Wasserstand (Abfluss) 0.40m 1.56m³/s
100-jährlicher HW-Wasserstand (-abfluss) 1.48m 25.2m³/s
Höchste Wasserstand: 1,53 m (02.06.2013 sowie am 24.05.1978)

Die Schmeie im Sommer - Foto Achim Teufel

Nicht nur das Gewässer und der Uferrandstreifen sondern auch die im Talbereich befindlichen Felswände odeVom Biber angenagte Pappelan der Schmeier auch Trockenrasenabschnitte erfuhren durch uns in den letzten (fast) 20 Jahren wiederholt Zuspruch. Maßgeblich für unser Tun und Handeln ist ein für die Schmeie erstelltes Ökologiekonzept. Der Fischerverein Schmeiental ist bestebt die im Ökologiekonzept angeregten Maßnahmen Zug um Zug umzusetzen. In unzähligen Arbeitseinsätzen hat der Verein seit Bestehen seinen Teil für ein intaktes Ökologiesystems beigetragen. Alleine im Jahr 2013 erbrachten die Mitglieder des Fischerverein Schmeiental im Zusammenhang des Ökologiekonzeptes 350 Arbeitsstunden
In der Folge begegnet der aufmerksame Naturfreund in der Gegenwart nicht nur Fischen wie der Bachforelle oder dem Döbel, sondern auch Fischarten die auf der Roten Liste stehen, wie etwa  dem Neunauge oder der Äsche. Auch Vögel wie Graureiher, Kormoran, Wasseramsel und Eisvogel aber auch vom Aussterben bedrohte Tiere wie beispielsweise der Schwarze Apollofalter haben im Schmeiental eine Heimat. Auch die auf der Schwäbischen Alb vorhandenen Wachholderheiden sind im Schmeiental anzutreffen. Hier sagen sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht. Im Schmeiental kann man auch der Gams begegnen. Auch der Luchs wurde in der Raumschaft schon  nachgewiesen.
Wie der aufmerksame Beobachter auf dem hier rechts dargestellten Bild leicht feststellen kann, hat sich seit nunmehr 10 Jahren  auch der Biber entlang der Schmeie etabliert. Vermutlich ist ist er über die Donau ins Schmeiental eingezogen und hat sich zwischenzeitlich bis hinauf zum Quellbereich bei Albstadt - Onstmettingen angesiedelt. Für das Gewässer selbst ist der Biber im Bereich der Schmeie ein grundsätzlich willkommener Bewohner. Die regelmäßig mit dem Biber in einer Kulturlandschaft entstehenden Problemen versuchen wir durch Maßnahmen des sogenannte "Bibermanagement" zu lösen.

Elektrobefischung am 12.09.2015

Vor dem Hintergrund bevorstehender Baumaßnahmen, führten wir am 12.09.2015 mit der Unterstützung einiger Mitglieder eine Elektrobefischung im Bereich Ortsmitte Oberschmeien durch. Für die Durchführung der Elektrobefischung bedanken wir uns bei Franz Jürgen sowie Ralph, beim SFV SIGMARINGEN für das zur Verfügungstellen des E-Gerätes sowie bei der Fischereibehörde des RP TÜBINGEN für die zügige Erteilung der Genehmigung.

 Franz Jürgen sowie Ralph im Einsatz:

 

Dabei gingen eine Vielzahl von Fischen in den Kescher. Hier sind zwei der hier gefangenen Groppen abgebildet:

Aber nicht nur Groppen wurden gefangen - im schwarzen Behälter sind Forellen und Äschen - teilweise noch etwas betäubt (Anm.: alle kamen durch!) - zu sehen:

Die gefangenen Fische wurden umgehen abtransportiert und innerhalb des Baches umgesetzt:

Letzlich noch ein Auszug aus dem Protokollblatt mit den nachgewiesenen Fischen:

Unserer Bewertung nach ein recht erfreuliches Ergebnis.

Sommer 2015 - Niedrigwasser und hohe Temperaturen

Infolge einer entsprechenden Anfrage der Presse erfolgte am 21.07.2015 behördlicherseits beim FV Schmeiental die Nachfrage, ob an der Schmeie ein Fischsterben festzustellen sei. Daraufhin wurde gegen 16:00 Uhr unterhalb des Pegel Unterschmeien eine Wassertemperatur von 22,3 Grad gemessen. Äsche, Döbel wie auch Bachforelle konnten bei bester Lebendigkeit beobachtet werden. Die Quellzuflüsse speisen die Schmeie -trotz der lange anhaltenden Trockenheit- noch immer. Gem. Pegelabfrage ist ein Wasserstand von 19,5 cm festzustellen. Folgende Ablußwerte wurden über die Hochwasserzentrale Baden-Württemberg abgerufen:

Die Mitglieder wurden gebeten, entsprechend aufmerksam das Wasser zu beobachten und aufgrund der Temperaturen und des Wasserstandes sich mit Begängen zurück zu halten und ggf. gemachte Beobachtungen umgehend mitzuteilen.

Stand: 27.02.2019

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